Wie werde Derivate gehandelt

derivateDer Finanzmarkt bietet für risikobreite Kapitalanleger aus dem stark wachsenden Segment der Derivate eine Vielzahl von Anlagemöglichkeiten an. Zu den beliebtesten Derivaten zählen neben den nach der Lehmann Brothers- Pleite in 2008 immer noch boomenden Zertifikaten die CDFs, Zinstermingeschäfte, Optionen und Futures. Der Begriff Derivat lässt sich nicht exakt definieren. Vereinfacht kann gesagt werden, dass Derivat die Bezeichnung für eine Kurswette mit Verfallsdatum ist. Der Anleger wettet auf steigende oder fallende Kurse von Vermögenswerten, wie beispielsweise Rohstoffe, Aktien, Indexe oder Währungen und Zinsen.

Bei den Derivaten muss der Investor je nach der Bedingtheit des Erfüllungsanspruchs zwischen bedingten und unbedingten Derivaten unterscheiden. Zu unbedingte Derivaten, wie beispielsweise unbedingte Termingeschäfte, zählen Swaps und Festgeschäfte. Die Leistung zum Leistungspunkt ist hierbei eine bindende Rechtspflicht. Bedingte Derivate sind z.B. Optionen. Die Verpflichtung zur Leistung hängt von der Ausübung eines Wahlrechts durch den Optionskäufer ab. eingehend über den Online- Handel über eine von Brokern angebotene Plattform informieren. Die Händler von Derivaten können in drei Kategorien eingeteilt werden. Absicherer bzw. Hedger benutzen Futures, Forwards und Optionen. Das Risiko, das sich durch eine mögliche zukünftige Veränderung einer Marktvariablen ergibt, wird hierbei ausgeglichen. Spekulanten nutzen Derivate um auf die Entwicklung einer Marktvariable zu wetten. Arbitrageure nehmen ausgleichende Positionen in zwei oder mehreren Papieren ein, um den optimalen Gewinn mit Derivaten zu erwirtschaften.

Formen des Derivatehandels

Beim Handel mit Derivaten kann sich der Anleger, anders als beim normalen Aktienhandel, jeder Marktrichtung bedienen. Mit jeder Marktrichtung sind sowohl steigende, fallende als auch seitwärts gerichtete Märkte gemeint. Prinzipiell ist Derivate nichts anders, als Wetten auf einen Index oder Aktieneinzelwert. Es wird ein Wert angegeben, wenn dieser unter oder unterschritten wird, ist die Wette gewonnen oder verloren. Derivate werden sowohl außerbörslich als auch an der Börse gehandelt. Für viele Anleger ist es wichtig, dass aufgrund des Hebels der Derivate ein geringerer Kapitaleinsatz notwendig ist. Anders als beim Handel von Aktien, ist im Derivatehandel bei Eingehen einer Position lediglich die Sicherheitsleistung zu zahlen.

Wichtige Derivate sind die Optionen. Optionen haben im Bereich der Finanzgeschäfte eine große Bedeutung. Eine Option ist das Recht eine bestimmte Sache zu einem späteren Zeitpunkt zu einemvereinbarten Kaufpreis zu kaufen oder zu verkaufen. Daher bezeichnet man diesen Vorgang in der Wirtschaft auch Termingeschäft.

Derivategeschäfte sind an der Börse als Wertpapiere verbrieft. Bei den Geschäften mit Derivaten unterscheidet man je nach Ausgestaltung der Hauptleistungspflichten wischen Options-, Swap- und Festgeschäft (Quelle: http://www.binoptpoint.de/trading/signale-fuer-binaere-optionen/).

Den Kauf von Derivaten auf Termin (Termingeschäft) kann man als Festgeschäft charakterisieren, bei dem der Verkäufer bei Vertragsabschluss verspricht, zum Fälligkeitszeitpunkt den Basiswert (Physikal Settlement) zu liefern oder den barausgleich in Höhe des zu diesem Zeitpunkt fälligen Marktpreises zu zahlen (Cash Settlement).

Swaps sind Derivate die meist für sehr kurzfristige Transaktionen eingesetzt werden. Swaps können wirtschaftlich als eine Serie hintereinander geschalteter Festgeschäfte bezeichnet werden. Bei einem klassischen Zinsswap verspricht eine Vertragspartei, einen festen Zinssatz auf einen Nennbetrag zu zahlen, während die andere Vertragspartei die Zahlung eines variablen Zinssatzes auf diesen Nennbetrag zusagt.

Beim Optionsgeschäft mit Derivaten hat der Käufer das Recht (nicht die Pflicht!) zum Fälligkeitspinkt (europäische Option) oder während eines definierten Zeitraums vor der Fälligkeit (Amerikanische Option) eine bestimmte Menge des Basiswertes zu einem fixen Preis zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option. Die Einräumung dieses Rechts lässt sich der Stilhalter (Verkäufer der Option) zu Beginn der Laufzeit durch eine Optionsprämie vergüten. In der Praxis kaufen und verkaufen die Anleger typischerweise aber keine Aktie, sondern Sie verkaufen die Put Option mit einem hohen Gewinn.

Plattformen für den Handel von Derivaten

Weltweit existieren einige wichtige Derivatebörsen. Aus der Fusion der SOFFEX (Swiss Options and Futures Exchange, Derivatehandelsplattform der Schweiz) und der DTB ist die größte Derivatehandelsplattform der Welt, die deutsch-schweizerische Eurex (European Exchange) entstanden.

Die OTC-Derivate (außerbörslich gehandelte Papiere) werden regelmäßig bilateral ausgehandelt und geschlossen. Die Vertragspartner verpflichten sich, dass dieser außerbörsliche Handel wird grundsätzlich durch die EMIR-Verordnung (European Market Infrastructure Regulation) über eine zentrale Gegenpartei (CCP) kontrolliert wird.

Kritiker bezeichnen unser Finanzsystem auch aufgrund der Derivate als hochexplosiv, weil niemand genau überblicken kann, wo welche Gelder verwettet wurden und wann die Wetten ablaufen. Durch Derivate kann es im schlimmsten Fall zu einen Kettenreaktion an den Börsen kommen.

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