Motorboot mieten auf Mallorca – wer kann sich das leisten?

Der Weg ist das Ziel: Tausende machen sich täglich auf den Weg, um eine abenteuerliche Fahrt über eine ungewöhnliche Straße hinunter nach Sa Calobra zu unternehmen.

Dennoch ist dieser Ausflug unbedingt empfehlenswert; vielleicht kann man wenigstens sehr früh morgens oder spät am Nachmittag aufbrechen, damit man den größten Staus und Menschenansammlungen entgeht. Die „Schlangenstraße“ (Calobra = Natter) kurvt in atemberaubenden Kehren durch eine wilde Karstlandschaft bergab, um an der Bucht sa Calobra zu enden, bei der sich die nicht minder spektakuläre Mündungsschlucht des Torrent de Pareis – neben der Samaria-Schlucht auf Kreta die zweitgrößte Erosionsschlucht im Mittelmeerraum – auftut. Warum diese Straße überhaupt gebaut wurde, ist bis heute ein Rätsel, scheint der Aufwand doch in keinem Verhältnis zu der Handvoll Fischerhäuschen zu stehen, die es zur Zeit der Konstruktion dort unten gab: 47 000 m³ Erde, Fels und Geröll mussten bewegt werden, größtenteils ohne Maschinen. Um einen Höhenunterschied von 800 m zu bewältigen (wobei die Luftlinie von der Hauptstraße zum Meer gerade einmal 4 km beträgt), verbaute Ingenieur Parietti 13 km Trasse. Nach heutigem Wert hat die Angelegenheit um die 30 Mio. Euro gekostet.

Fahrt zu Cala de sa Calobra

In Cala de sa Calobra günstige Boote mieten auf Mallorca. Die Abzweigung von der Ma10 von Sóller nach Pollenca, nahe dem Stausee Gorg Blau, ist gut ausgeschildert. Die Fahrt führt kurvenreich bis zum Nus de sa Corbata, dem berühmten „Krawattenknoten“, eine Idee, die Parietti (der auch die Trasse zum Cap de Formentor ersann) beim Binden seiner Krawatte gekommen sein soll: Er führte die Straße in einer 270-Grad-Kurve unter sich selbst hindurch. Bei einem kurzen Halt kann man die Finca es Cosconar aus arabischer Zeit erkennen und dann geht es weiter durch eine bizarre Bergwelt, die ihresgleichen sucht, denn hier hat das Wasser Spalten, Rillen und bizarre Formen im Kalk geschaffen, für deren Interpretierung als Tiere oder Köpfe oder sonstige Gebilde der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Vor der Engstelle Cavall Bernat wartet ein weiterer Aussichtspunkt, dann rücken die senkrechten Wände so eng zusammen, dass im Grunde genommen gerade noch ein Bus durchpasst.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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